All posts by Thomas Holthöfer

01 Jun 2017

MICA und IBM Watson IoT: Energieverbrauch unter Kontrolle

HARTING bietet mit der MICA® eine Lösung an, um Daten im direkten Umfeld von Maschinen und Anlagen zwischenzuspeichern, auszuwerten und zu verarbeiten. Aber auch der Transfer großer, über längere Zeiträume gesammelter Datenmengen in die Cloud ist damit möglich. Seit einigen Monaten arbeitet die HARTING Technologiegruppe eng mit IBM zusammen. Im Rahmen der Zusammenarbeit entstand beispielsweise ein Projekt zur Erfassung des Energieverbrauchs von Spritzgussmaschinen. Die Daten werden in der IBM Bluemix Innovationsplattform erfasst und mit der IBM Watson Technologie zu wertvollen Informationen zu verwandelt.

„Die Zusammenarbeit mit IBM hat den Vorteil, dass die Daten sofort in der Cloud zuverlässig und rasch verarbeitet werden können. Zudem ist die Cloud-Lösung kostengünstig, da keine Investitionskosten für eine umfangreiche Server-Infrastruktur anfallen“, erklärt Dr. Jan Regtmeier, Director Product Management, HARTING IT Software Development. So hat HARTING den Energieverbrauch der Maschinen jederzeit unter Kontrolle.

Anwendung als Showcase im IBM Watson IoT Center

Die Spritzgussmaschinen verschiedenen Fabrikats und Alters in einem HARTING Werk sind mit der MICA® an IBM Watson IoT Platform angeschlossen. „Dank der modularen und offenen MICA® Architektur ist es einfach, Maschinen an leistungsfähige Cloud-Lösungen anzubinden“, erläutert Dr. Jan Regtmeier. Seit Beginn der Zusammenarbeit mit IBM wurden mehrere Hundert Gigabyte an Daten zur Analyse erfasst und visualisiert. Seit Mitte Februar 2017 ist die Anwendung auch als Showcase im IBM Watson IoT Center in München zu besichtigen.  

Energiemanagement mit MICA® auch in rauen Umgebungen

Die MICA® ist aber nicht nur zur Erfassung des Energieverbrauchs für Bestandsmaschinen in der Produktion geeignet, sondern auch für das Energiemanagement in rauen Umgebungen. Das Unternehmen EPS ENERGY mit Sitz in Pforzheim bietet mit „better solutions by enerchart“ eine Lösung mit allen modernen Features, wie beispielsweise Dashboards oder Heat-Maps, um die vom Gesetzgeber vorgegebenen Rahmenbedingungen (Energie-Management nach EN 50001) zu erfüllen. EPS ENERGY hat sich daher als Anbieter ganzheitlicher Systemlösungen im Bereich Energiemanagement speziell nach EN 50001 im Markt positioniert. „Für raue Industrieumgebungen ist die MICA®Energy ideal geeignet. Bei unserer Lösung fungiert sie als Datenkonzentrator. Sie unterstützt Stromzähler und Drucksensoren bei der Erfassung aller relevanter Daten“, sagt Holger Heidenblut, Leiter Produkt- und Projektmanagement bei EPS ENERGY.

29 May 2017

Digital Retrofit: Wie alte Maschinen in die IT-Welt kommen

Retrofitting ist in der Industrie seit jeher ein probates Mittel, um die Nutzungsdauer von Bestandsanlagen zu verlängern. Bisher wurde Retrofit oder Aktionierung eher mit mechanischer Ertüchtigung in Verbindung gebracht. Mit Industrie 4.0 jedoch gewinnt die Nachrüstung von Maschinen und Anlagen einen neuen Schwerpunkt auf Digitalisierung.

 

Moderne Anforderungen mit Industrie 4.0 Bezug stellen Betriebsleiter häufig vor ein Dilemma: OEE Kennzahlenermittlung, Zustandsüberwachung, vorausschauende Wartung oder Fertigungsoptimierung machen nur wirklich unter Einbeziehung des gesamten Maschinenparks Sinn. Gleichzeitig lassen sich auf den ersten Blick nicht alle Maschinen und Anlagen ohne weiteres an IT-Systeme anbinden. Dabei muss es sich nicht nur um autarke Anlagen handeln, die wenig bis gar nicht automatisiert sind. Proprietäre oder veraltete Feldbus-Protokolle können eine weitere Hürde für Digitalisierungsprojekte sein. Wie das schwächste Glied einer (digitalen) Kette können solche Maschinen und Anlagen Wünsche nach einer annähernd „smarten Factory“ schon im Ansatz zunichte machen.

Ersatzbeschaffung oder Retrofit?

Nahe liegend wäre eine Ersatzbeschaffung. Selbst wenn das betroffene Anlagevermögen im betriebswirtschaftlichen Sinne bereits abgeschrieben ist, spielen bei der Entscheidung für eine Ersatzbeschaffung natürlich viele Faktoren eine Rolle, wie

  • Allgemeinzustand der Anlage,
  • voraussichtliche/gewünschte Restnutzungsdauer,
  • Systemrelevanz,
  • Anteil am Wertschöpfungsprozess sowie
  • Produktionskapazität und –Qualität.

Wie so oft sind Investitionskosten einer der entscheidenden Faktoren für oder wider eine Ersatzbeschaffung. Was bei einzelnen Maschinen noch vertretbar wäre, macht bei der Hälfte des Gesamt-Anlagenbestand keinen Sinn.

Ist nur ein Industrie 4.0 Konzept der Hintergrund, ist ein Digital-Retrofit in jedem Fall kostengünstiger und mit weniger Risiko verbunden.

Digital-Retrofitting geht immer

Die wichtigste Erkenntnis zuerst: Ein digitaler Retrofit ist immer möglich, ob es sich nun um eine 100 Jahre alte Dampfmaschine oder eine zehn Jahre alte Fräsmaschine handelt. Der Aufwand und die Herangehensweise sind natürlich unterschiedlich, z.B. inwieweit neue Sensorik an die Maschine installiert werden muss oder ob bestehende Datenquellen genutzt werden können. Wichtig ist, dass neue Digital-Technik nichtinvasiv für die bestehende Steuerungstechnik ist. Dadurch bleiben programmierte Abläufe unangetastet und Risiko sowie Aufwand sind deutlich geringer. „Never change a running system“ ist ein gängiges Credo auch bei SPS-Programmierern, die nicht selten Herzrasen bekommen, werden „Cloud“ und „SPS“ in einem Satz genannt.

 

Die Vorteile von OPC UA als Austauschformat

Die Steuerung wird also nicht mit neuen Funktionen umgeschrieben, sondern wird als Datenquelle „angezapft“. Über Schnittstellen können die Daten mit ergänzender Hardware, die idealerweise verschiedenste Protokolle interpretieren können, abgegriffen werden. Denn selbst innerhalb eines Betriebes sind verschiedene Automatisierungs-Protokolle keine Seltenheit. Protokoll-Gateways wie die MICA von HARTING bieten hierfür geeignete Konnektivität und können gesammelte Daten nahezu jeglicher Herkunft in intermediäre Formate wie JSON oder OPC UA übersetzen. Insbesondere das offene Austauschformat OPC UA bietet viele Vorteile; das M2M-Kommunikationsprotokoll hat sich mittlerweile als Standard etabliert und erfährt breite Unterstützung durch Branchenverbände wie dem VDMA und Cloud-Diensten wie Microsoft Azure.

Condition Monitoring von der Dampfmaschine bis zum 3D Drucker

Von Industrie 1.0 zu Industrie 4.0 mit MICA als IoT Gateway
Der Zustand einer Dampfmaschine wird mittels Sensoren, MICA und mobilem Dashboard überwacht.

Ist keine Steuerungstechnik verfügbar, können Messwerte mittels neu installierter Sensoren Auskunft über den Zustand der Maschine geben. Bei dem Beispiel der Dampfmaschine könnten das z.B. Kesseldruck und Temperatur sein. Mutmaßlich gibt es diese Messwerte schon so lange wie es Dampfmaschinen gibt, anhand Thermometer und Manometer. Und auch eine Zustandsüberwachung gab es seit den ersten Tagen: Wenn die ersten Nieten aus dem Kessel fliegen, ist der Druck zu hoch, wusste der erfahrende Maschinenführer.

Und genau hier liegt der Vorteil des digitalen Retrofits: Die Performance des gesamten Maschinenparks, unabhängig von Alter, Herkunft und Protokollsprache, wenn überhaupt vorhanden, lässt sich einheitlich visualisieren, analysieren und bewerten. Das heißt, Betriebsleiter können praktisch von überall alle Maschinen und Anlagen in einer Produktionseinheit mit ein und denselben Dashboards und Kennzahlen überwachen und analysieren. Eine eindrucksvoller Show Case gelang Timo Seggelmann von SALT AND PEPPER Software auf der Hannover Messe 2017. Das unter anderem auf digitalen Retrofit spezialisierte Unternehmen präsentierte, wie ein 3D-Drucker und eben jene Dampfmaschine im gleichen Dashboard überwacht werden können. In beiden Fällen diente MICA als lokaler Datensammler und Gateway zum zentralen IT-System.

23 May 2017

MICA.network Partnertreffen 2017

Wir freuen uns immer noch über die großartige Resonanz zum MICA.network Treffen am Abend des ersten Hannover Messe Tages. Tolle Gespräche, leckeres Essen und über 70 nette Gesprächspartner haben den richtigen Start für eine erfolgreiche Messe gelegt. Viele haben die Gelegenheit genutzt um sich untereinander auszutauschen, alte Beziehungen wieder aufleben zu lassen und neue Kontakte aufzubauen. Die richtigen Worte fand Special Guest und Technologieanalyst Ulrich Sendler, der in einer kurzweiligen Dinner-Speech die Geschichte der Industrialisierung und Digitalisierung gekonnt mit der Demokratie zu verbinden wusste.

 

31 Mar 2017

MICA.network wächst und zeigt reale I4.0 Anwendungen

Auf der diesjährigen Hannover Messe zelebriert das MICA.network sein einjähriges Bestehen und öffnet sich für weitere interessierte Unternehmen aus dem Inland und Ausland. Auf der weltgrößten Industriemesse präsentiert die Anwender Community rund um das Computing System MICA von HARTING zudem Lösungen in den Bereichen Energie-Management, Condition Monitoring und Predictive Maintenance.

Das Netzwerk hat seit der Gründung nach der Hannover Messe 2016 bereits einen beachtlichen Zulauf erfahren und zählt heute 20 Unternehmen aus den Bereichen IT-Systemintegration, Hard- und Softwareentwicklung und -Vertrieb sowie IIoT Lösungsanbietern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das MICA.network dient den teilnehmenden Unternehmen zum Erfahrungsaustausch, zur Kooperation bei komplexen Aufgabenstellungen als auch zur Darstellung eigener Lösungen unter Verwendung der MICA. „Diese Art der Kooperation ist sehr wertvoll für alle beteiligten Unternehmen und Kunden, können so doch die besten Kompetenzen individuell für jeden Einzelfall zusammengeführt werden“, freut sich Stefan Olding, Geschäftsführer von HARTING Deutschland über diese gute Resonanz und kündigt den weiteren Ausbau an. „HARTING führt derzeit Gespräche mit zahlreichen weiteren interessierten Unternehmen in Deutschland und darüber hinaus“, so Olding. Für den weiteren Ausbau und Intensivierung der Partnerschaften lädt HARTING alle beteiligten und interessierten Unternehmen am ersten Tag der Hannover Messe zu einer gemeinsamen Abendveranstaltung ein. 

Sensordaten und „Digitaler Zwilling“ als Basis einer Zustandsüberwachung

Von derzeit 25 konkreten Anwendungen aus dem MICA Netzwerk werden einige auf dem HARTING Stand in Halle 11 live zu sehen sein. Neben dem Energie-Management bilden Anwendungen im Bereich Condition Monitoring einen Themenschwerpunkt, also die Zustandsüberwachung auf Basis von Sensordaten und der Abbildung von Maschinen als „Digitaler Zwilling“. Gerade in diesem Bereich schätzen MICA.network Partnerunternehmen die Robustheit der MICA mit Schutzart IP67. „Damit können wir Daten im Feld auf einfachste Weise und ohne örtliche Einschränkungen aufnehmen“, erklärt Guido Kaupmann, Geschäftsführer

Mit MICA als LoRa Base Station von Com Tac lassen sich Sensordaten drahtlos über große Distanzen auslesen

von SDI Innovation, eines der ausstellenden Unternehmen. SDI berät Kunden bei der Auswahl geeigneter MES Anbieter und nutzt MICA als offene Plattform zum Betrieb entsprechender Softwareapplikationen. Das Unternehmen Com-Tac geht einen Schritt weiter und hat ein Condition Monitoring über drahtlose LPN Low Power Netzwerke entwickelt. Über diese Technologie lassen sich Sensordaten drahtlos über große Distanzen auslesen. Dazu haben die Schweizer kurzerhand MICA zur LoRa Base Station umfunktioniert. Com-Tac demonstriert das live auf dem HARTING-Stand über verteilte Temperatur- und Lichtsensoren.
Auch SALT AND PEPPER baut auf die MICA Plattform für sein Condition-Monitoring-System. Als Retrofit-Lösung lässt es sich in bereits bestehende Anlagen integrieren und führt die Erfassung, Aufbereitung, Auswertung und Visualisierung von Zustandsdaten durch. Anhand dieser Zustandsdaten wird eine Einschätzung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) ermöglicht. Die Lösung präsentiert der Netzwerk-Partner der ersten Stunde auf dem HARTING-Stand in Verbindung mit einer VR (Virtual Reality) Anwendung. Nemetris ist ein weiterer innovativer Player im MICA.network, der MICA als Plattform für deren IoT Framework nutzt. Mit Nemetris Smart Industry Apps auf der MICA werden Daten dort, wo sie entstehen aufgenommen, verarbeitet und in einem Dashboard visualisiert.

 

Unvorhergesehene Fehler vorhersagen bevor die Anlage steht

ein Smartes Konfigurationsmanagement für Bestandsmaschinen und mobile Bedienungsmöglichkeiten für Maschinen und Anlagen stellt Assystem Germany im MICA.network mit ihrem Industrie 4.0 Demonstrator vor

Wer den Zustand einer Maschine nicht nur visualisieren, sondern vorhersagen will, kommt um Cloud-basierte Anwendungen nicht vorbei. Zu diesem Zweck demonstriert das Unternehmen Assystem Germany, wie Prozessdaten vom Feldbus mit Hilfe der MICA in die Microsoft Azure Cloud übertragen werden. „In Azure Machine Learning wird das normale, fehlerfreie Verhalten der Anlage gelernt um auf Basis dieser Informationen den Anlagenbetrieb fortlaufend zu überwachen, Trends sowie Abweichungen zu erkennen und letztendlich den Bediener geeignet zu benachrichtigen“, erklärt Benno Lüdicke, Team Manager Smart Factory Solutions  bei Assystem die Funktion der Live-Anwendung. Auch der Netzwerk-Partner Akquinet demonstriert am Stand am Beispiel einer Temperaturüberwachung wie Sensordaten und Cloud-basierte Dienste zusammenwirken, um Remote-Überwachung und eine vorrausschauende Wartung zu realisieren. Dabei schätzen Netzwerkpartner und Kunden die Offenheit der MICA für eine freie Auswahl präferierter Cloud-Betreiber. Neben den verschiedenen Cloud-Anwendungen mit MICA auf dem HARTING-Stand können interessierte Besucher weitere MICA-Applikationen in Halle 7 bei Microsoft und T-Systems sowie auf dem Freigelände am Stand von AWS (Amazon) entdecken.

 

IT Sicherheit ist ein zentrales Thema

Dass das Thema Cloud von vielen Kunden mit IT-Sicherheit in Verbindung gebracht wird haben auch MICA.network Partner erkannt und setzen damit einen weiteren Themenschwerpunkt. „Vernetzung kann bedeuten, dass Sicherheitsfunktionen von Daten abhängen, die ein Fremdsystem liefert. Die Stabilität und Zuverlässigkeit dieser Kommunikation hat dann entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit von Systemen“, erläutert Benno Lüdicke von Assystem. Das Unternehmen erstellt für Kunden Gefährdungs- und Risikoanalysen, Fehlerbaumanalysen und bietet Maßnahmen zur Gewährleistung der funktionalen Sicherheit. Dem Schutz von Daten hat sich ebenfalls Krumedia aus Karlsruhe verschrieben und bietet eine Add-On Lösung für MICA an. Damit werden durch den Einsatz modernster Verschlüsselungstechnologien die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der zu übermittelnden Daten sichergestellt.

28 Feb 2017

logi.cals und SDI Innovation auf der Embedded World

Der mit dem HERMES Award 2016 ausgezeichnete Edge Computer MICA® ist das Highlight auf dem HARTING Stand (3A-332) der Embedded World vom 14. – 16. März 2017 in Nürnberg. Mit dessen neuer EtherCAT-Platine lassen sich Daten direkt aus industriellen Produktionsnetzwerken abgreifen, vorverarbeiten und über verschiedene Standardprotokolle wie OPC-UA oder MQTT an IT-Systeme weiterleiten. Durch das modulare Hardware-Konzept, das individuelle Funktionsplatinen erlaubt, bleiben die anderen Vorteile der MICA, wie Schutzart IP67, industrietaugliche Steckverbinder und Erfüllung wichtiger Industrienormen, erhalten.

MICA als Soft-SPS mit Schutzart IP67

Mit logi.cals und SDI Innovation präsentieren zudem zwei Unternehmen aus dem MICA.network, der Anwender-Community rund um die MICA, komplexe Lösungen mit MICA auf dem HARTING Stand. logi.cals, Anbieter innovativer Engineering-Software für Automatisierungstechniker, stellt mit logi.CAD 3 eine kostenfreie Soft-SPS Basissoftware für MICA zur Verfügung. Damit lässt sich der Mini-PC als Soft-SPS in Umgebungen einsetzen, die Schutzart IP67 erfordern.

Das Unternehmen SDI Innovation präsentiert seine Kompetenz im Bereich der Maschinenparkoptimierung auf Basis einer intelligenten Vernetzung durch ein dezentrales MICA Netz. Dabei werden Anwendungstools für die Messung der Gesamtanlageneffizienz (OEE) sowie Wartungsaufgaben (TPM) auf der MICA installiert. Abgerundet wird das Angebot zusätzlich mit einem modernen Service für den Maschinenpark. Dieser beinhaltet neben Inspektion, Wartung und Instandhaltung auch das Ersatzteilmanagement.

21 Nov 2016

MICA mit EtherCAT-Konnektivität

Auf der Messe SPS IPC Drives (22. bis 24. November 2016 in Nürnberg) stellt HARTING (Halle 10 / Stand 140) die MICA mit EtherCAT-Konnektivität vor.

Damit lassen sich Daten über zwei M8-Steckverbinder direkt aus industriellen Produktionsnetzwerken abgreifen, vorverarbeiten und über verschiedene Standardprotokolle wie OPC-UA oder MQTT an übergeordnete Systeme oder Cloud-Anwendungen weiterleiten.
Durch die Realisierung der EtherCAT-Funktionalität als internes MICA-Funktionsmodul bleiben die anderen Vorteile der MICA, wie Schutzart IP67, industrietaugliche Steckverbinder und Erfüllung wichtiger Industrienormen, erhalten. Die ersten EtherCAT-Serienmodelle der MICA werden Anfang 2017 erhältlich sein.

25 Oct 2016

MICA.network ist online!

MICA.network Website auf allen Geräten

Das MICA.network geht mit seiner Website www.MICA.network online. Natürlich ist es kein Zufall, dass die Domain genauso heißt wie die Community rund um das Open Computing System MICA von HARTING. Die Website bietet Besuchern eine gute Übersicht über Anwendungen mit MICA, entwickelt und angeboten von innovativen Unternehmen mit Kompetenzen in den Bereichen IT-Systemintegration, Hardware- und Software-Entwicklung, Cloud-Services bis hin zu Komplettlösungs-Anbietern.

Die Website lädt ein, sich ausgiebig über Industrie 4.0 Use Cases zu informieren, ob vom Arbeitsplatz aus oder – mobil optimiert – unterwegs mit dem Smartphone.

Die Vernetzung und der fachliche Austausch unter Experten ist ein weiterer wichtiger Baustein der Online-Aktivitäten des MICA.network. Folgen Sie MICA.network auf Facebook und Twitter und vernetzen Sie sich mit uns in den MICA.network Gruppen auf Xing und LinkedIn.

25 Oct 2016

MICA.network präsentiert Industrie 4.0 Anwendungen auf der SPS IPC Drives

Die Anwender-Community des Open Computing Systems MICA® präsentiert auf der SPS IPC Drives (22. – 24. 11. 2016 in Nürnberg) Anwendungen mit dem neuartigen Mini-Industrie-PC von HARTING. Gezeigt werden Lösungen in den Bereichen Zustandsüberwachung bzw. vorbeugende Wartung von Maschinen, Fog Computing, Human-Machine-Interface (HMI) und Remote Services. Darüber hinaus werden Anwendungen mit MICA im Bereich Energiemanagement, Long Range Wide Area Network (LoRaWAN), Soft-SPS sowie Objekterkennung mittels RFID auf der Messe zu sehen sein.

HARTING hatte im Juni zusammen mit ersten Anwendern des auf der Hannover Messe 2016 mit dem HERMES Award ausgezeichneten Mini-Computers die Anwender Community MICA.network gegründet. Mit den Firmen akquinet AG, nemetris, SALT AND PEPPER sowie SDI Project präsentieren nun vier Unternehmen aus dem Netzwerk ihre Lösungen mit MICA auf dem HARTING-Stand in Halle 10.

Das Unternehmen akquinet präsentiert individuelle Industrie 4.0 Softwarelösungen. Die auf Open Source Technologien und Standards in der M2M Kommunikation basierenden Lösungen zeigen das Zusammenspiel der unterschiedlichen Technologien und die Integration der MICA. An einen Beispiel stellt akquinet dar, wie Informationen zwischen Sensoren, Servern und mobilen Endgeräten ausgetauscht werden. Dabei zeigt akquinet wie Industrie 4.0 Projekte in den Bereichen PPS und MES sowie Predictive Maintenance mittels Methoden wie z.B. Machine Learning und Data Analytics realisiert werden können.

Durch die Kombination der Smart Industry Apps der Firma nemetris und MICA können übliche MES- und Produktions-IT-Funktionen direkt im Shopfloor ausgeführt werden. Die Apps sammeln, verarbeiten und visualisieren beispielsweise Betriebs-, Maschinen- und Prozess-, Energie-, Traceability- und Instandhaltungsdaten.

Das Condition Monitoring System von SALT AND PEPPER auf Basis der MICA Plattform bietet neue Möglichkeiten zur Überwachung von Bestandsanlagen. Als Retrofit-Lösung wird dieses System in bereits bestehende Anlagen integriert und ermöglicht eine Einschätzung des Verfügbarkeits- und Leistungsfaktors für die Betrachtung der Gesamtanlageneffektivität (OEE).

Das Unternehmen SDI Project Automation präsentiert seine Kompetenz im Bereich der Maschinenparkoptimierung auf Basis einer intelligenten Maschinenparkvernetzung durch ein dezentrales MICA Netz.

MICA als Soft-SPS mit Schutzart IP67

Das Unternehmen logi.cals (Stand 6-230) stellt mit logi.CAD 3 eine kostenfreie Soft-SPS Basissoftware zur Verfügung, mit der die digitalen Ein- und Ausgänge der MICA nach IEC 61131-3 programmiert werden. Optionale Feldbusmodule können über die Anybus-Technologie ebenfalls in das SPS-Programm eingebunden werden. Für die Kommunikation mit Steuerungen anderer Hersteller oder mit übergeordneten Systemen stehen Modbus-TCP oder MQTT zur Verfügung.

Long Range Funktechnik mit MICA

Die comtac AG (7-581) als neuester Partner im MICA.network nutzt die MICA Plattform als Gateway zu LoRa Netzen. LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) ist ein für IoT-Anwendungen entwickeltes Wireless-Netzwerkprotokoll, das kleine Datenpakete durch Gebäude und über große Distanzen bis 40 km übertragen kann. Comtac stellt Produkte sowie kundenspezifische Entwicklung und Produktion von LoRa Nodes und LoRa Bridges zur Verfügung und unterstützt im IoT Prozess ganzheitlich.

Energie-Management mit MICA und IBM Watson

HARTING selber demonstriert ebenfalls zwei Anwendungen mit MICA. In Zusammenarbeit mit IBM wird ein Konzept zum intelligenten Energie-Management vorgestellt. Dabei werden Energiemessdaten lokal auf der Messe als auch aus einer entfernten Produktion gesammelt und dann in der IBM Cloud von IBMs kognitiver Intelligenz Watson analysiert. Die Ergebnisse werden live auf der Messe auf einem Tablet visualisiert.

Eine als RFID Reader ausgestattete MICA dient in dem HARTING-eigenen Smart Factory Demonstrator auf dem Messestand in Halle 10 zur Identifizierung der Werkstückträger. Außerdem wird in der letzten Produktionszelle der Smart Factory eine Anwendung zur Qualitätsprüfung in der MICA ausgeführt.

25 Jun 2016

Blogger Peter Oakes testet MICA

Peter Oakes ist Technik-affin, Bogger und lebt in Kanada. Auf YouTube testet er alles was neu ist und sich programmieren lässt, was ihm immerhin über 15.000 Abonnenten und über 3 Millionen Views bescherrt hat. Als einer der ersten hat Peter die MICA auf Herz und Nieren getestet…