All posts by Thomas Holthöfer

16 Okt 2017

On-Demand-Webinar: ASSET TRACKING

On-Demand-Webinar zum Thema Asset Tracking IoT für alles

Auf dem MICA.network EXPERT DAY am 21.09.2017 in Minden präsentierten Experten aus dem MICA.network geeignete Technologien, Lösungen und Anwendungsbeispiele rund um das Themengebiet Asset Tracking: Die digitale Integration von allen möglichen Gegenständen – was übrigens auch Personen in Industriebetrieben oder Krankenhäusern sein können. Die über 50 Teilnehmer lernten die Anwendungsmöglichkeiten der MICA mit verfügbaren Technologien wie NB-IoT, Beacons, LoRa und RFID und die damit verbundene Integration in IT-Systeme zu verstehen.

Bei einer anschließenden Werksführung konnten sich die Teilnehmer zudem davon überzeugen, wie HARTING RFID für eigene Prozesse im Bereich eKanban und Werkzeugerkennung nutzt. Das überaus positive Feedback bei allen Gästen und Referenten ermutigt uns, das Konzept dieser Experten-Tage rund um MICA-Anwendungen weiter ausbauen.

Die spannenden und professionellen Vorträge wurden zudem per Video aufgezeichnet und sind hier als kostenfreies On-Demand-Webinar verfügbar.

01 Sep 2017

Neue MICA Varianten: Mehr Power, Mobilfunk und Video-Schnittstelle

MICA Wireless

Die HARTING MICA® Produktfamilie ist um neue Modelle gewachsen, die aus der Anwendungspraxis und auf Anregungen aus dem Kundenkreis entwickelt wurden. Neben den bestehenden MICA Varianten Basic, USB, Industrial Ethernet (EtherCAT, Profinet, Ethernet/IP) und RFID stehen weitere Varianten in den Startlöchern.

Mit einem dual-core ARM9 Prozessor, vier GB RAM, und 16GB eMMC, bietet die MICA 2 die 3-5fache Rechenleistung der MICA Basic. Sie ist geeignet für anspruchsvolle Aufgaben der Datenerfassung, Speicherung, und Vorverarbeitung.

Die MICA Wireless kombiniert die Rechenleistung der MICA 2 mit integrierter drahtloser Kommunikation einschließlich 2G/3G/4G, WLAN 802.11a/b/g/n, Bluetooth 4.0 und Glonass (Pendant zu GPS). Die integrierte eSIM von Emnify erlaubt den Betrieb und Providerwahl in über 120 Ländern. Durch die Integration der Wireless Funktionalität auf der Versorgungsplatine kann diese auch mit Funktionsplatinen, z.B. Industrial Ethernet-Schnittstellen kombiniert werden.

Diese MICA Terminal bietet mit USB und mini DVI Anschlüssen eine robuste Lösung für Kioske, Touch Panels oder die Nachrüstung von HCI an Maschinen. Die integrierte Software erlaubt sowohl das Erstellen von browserbasierten Lösungen, als auch die Entwicklung von Lösungen mit QT.

Für OEMs und Kunden, die eigene Lösungen erstellen wollen, bietet HARTING nun auch MICA® Bausätze an, die mit eigenen Funktionsplatinen ausgerüstet und montiert werden können. 3D und Layout Daten zur Entwicklung stehen kostenlos auf www.harting-mica.com/dokumentation zur Verfügung.

01 Sep 2017

Industrial Internet of Things versus M2M – Was sind die Unterschiede?

Automatischer Informationsaustausch zwischen Maschinen, Anlagen und anderen Entitäten, ungeplante Ausfallzeiten reduzieren, Verbesserung des Servicemanagements. Alles Disziplinen, die sowohl M2M als auch IoT für sich beanspruchen. Wo liegen die Unterschiede?

Machine-to-Machine: Proprietäre Punkt-zu-Punkt Kommunikation

Die klassische Machine-to-Machine Kommunikation, kurz M2M, ist bei Industrie-Anwendungen fest etabliert. M2M-Anwendungen bestehen in der Regel aus Micro-Controllern eingebettet in einer Maschine, die über Mobilfunk- oder kabelgebundene Netzwerke direkt mit anderen Geräten oder einer Leitstelle kommunizieren. Sender/Empfänger müssen hierzu in der gleichen—oft proprietären oder herstellerspezifischen–Protokollsprache kommunizieren. Durch M2M Kommunikation werden unter anderem Prozess-Automatisierung oder Remote-Anwendungen, also der Fernzugriff auf Maschinen, ermöglicht.

Industrial Internet of Things: Internet-basierte Vernetzung unterschiedlichster Geräte

In einem Industrial Internet of Things (IIoT) werden prinzipiell die gleichen Geräte/Anlagen/Maschinen vernetzt. Darüber hinaus werden aber auch einfache Sensoren sowie preiswerte Geräte oder auch alte Teilnehmer mit eingebunden, die kein eigenes M2M Hardwaremodul besitzen. An dessen Stelle kommen IoT Gateways wie die MICA® von HARTING zum Einsatz, die die Schnittstelle zwischen diversen Endgeräten, Protokollen und dem Internet herstellen. Der Datentransfer bei IoT-Anwendungen ist zudem grundsätzlich Internet- und damit IP-basiert, was bei M2M nicht notwendigerweise der Fall ist. Inhärent ist zudem die Nutzung von Cloud-Computing. Dabei managen IoT-Plattformen wie Cumulocity oder Distrix zentral die Vernetzung zahlreicher und unterschiedlichster Geräte. Die Cloud-basierte Architektur macht IoT im Vergleich zu M2M besser skalierbar. Eine nachträgliche Erweiterung um diverse Teilnehmer als auch weiterführende Anwendungen sind jederzeit möglich. Im Gegensatz dazu versteht sich M2M eher als proprietäre Punkt-zu-Punkt Kommunikation im Rahmen einer spezifischen Anwendung.

Großes Potential für IIoT Anwendungen

Durch die Nutzung von Internet-Technologien und der Big-Data-Fähigkeiten der Cloud wird IIoT ein größeres Potenzial gegenüber M2M zugeschrieben: Neben der großen Vielfalt und Flexibilität seitens der Endgeräte können insbesondere durch das Cloud-Computing die geernteten Daten viel besser für Unternehmenszwecke nutzbar gemacht werden. Big Data Analyse und universelle Visualisierungsfunktionen ermöglichen es, Daten und -Analysen überall zur Verfügung zu stellen, auch auf mobilen Geräten. Die Kombination dieser Attribute erhöht die Sichtbarkeit der IoT-Lösungen und schafft Aufmerksamkeit für strategische Entscheidungen. M2M Lösungen werden eher auf operativer Abteilungsebene genutzt.

Die Grenzen zwischen M2M und IoT schwinden

Bereits jetzt ist ein Zusammenwachsen beider Disziplinen zu erkennen. Die Begriffe M2M und IoT sind vielerorts ein Synonym geworden. Eine klare Differenzierung hält nicht immer stand. Vor allem M2M Anbieter mit traditionell starken Kompetenzen im Bereich Embedded-Hardware und mobiler Telekommunikation fangen an, Cloud Funktion ihrem Leistungsportfolio hinzuzufügen. Die Entwicklung in Richtung IP-basierter Kommunikation eröffnet M2M zudem neue Dimensionen, da sich so viele Teilnehmer deutlich einfacher verwalten lassen. Mit einem MICA® IoT Gateway beispielsweise können mehrere lokale Endgeräte über je einen eigenen Software-Container und damit mit einer eigenen IP-Adresse gemanagt werden. Diese smarte Art der Virtualisierung auf Feldebene ist mit klassischen M2M Embedded Devices nicht möglich. Ebenso lässt sich die Kommunikation spezifischer Feldbus-Protokolle mit standardisierten – IoT interpretierbaren – Protokollen wie OPC UA  mittels Software-Container mit geringem Aufwand realisieren. MICA® unterstützt damit sowohl proprietäre Punkt-zu-Punkt Kommunikation als auch den offenen, standardisierten Ansatz einer IoT Plattform.

M2M Erweiterungen als IoT abbilden

Es gibt auch Situationen, in denen der parallele Betrieb von M2M Anwendungen und IoT Anwendungen Sinn macht. Zum Beispiel, wenn bei einer bestehenden M2M Lösung nachträglich neue Daten gesammelt oder Anwendungen ergänzt werden sollen. Das Produktivnetz wollen viele Anwender, wenn es einmal steht, nicht mehr anfassen (Never Touch a Running System). Auch sind zusätzliche Sensoren oftmals nicht hinzuzufügen, ohne weitere M2M Module oder SPSen einzubauen. Da macht es mehr Sinn, mit einem IoT Gateway wie MICA® die neue Anwendung ganz gemütlich über ein zweites Netzwerk abzuwickeln.

01 Jun 2017

MICA und IBM Watson IoT: Energieverbrauch unter Kontrolle

HARTING bietet mit der MICA® eine Lösung an, um Daten im direkten Umfeld von Maschinen und Anlagen zwischenzuspeichern, auszuwerten und zu verarbeiten. Aber auch der Transfer großer, über längere Zeiträume gesammelter Datenmengen in die Cloud ist damit möglich. Seit einigen Monaten arbeitet die HARTING Technologiegruppe eng mit IBM zusammen. Im Rahmen der Zusammenarbeit entstand beispielsweise ein Projekt zur Erfassung des Energieverbrauchs von Spritzgussmaschinen. Die Daten werden in der IBM Bluemix Innovationsplattform erfasst und mit der IBM Watson Technologie zu wertvollen Informationen zu verwandelt.

„Die Zusammenarbeit mit IBM hat den Vorteil, dass die Daten sofort in der Cloud zuverlässig und rasch verarbeitet werden können. Zudem ist die Cloud-Lösung kostengünstig, da keine Investitionskosten für eine umfangreiche Server-Infrastruktur anfallen“, erklärt Dr. Jan Regtmeier, Director Product Management, HARTING IT Software Development. So hat HARTING den Energieverbrauch der Maschinen jederzeit unter Kontrolle.

Anwendung als Showcase im IBM Watson IoT Center

Die Spritzgussmaschinen verschiedenen Fabrikats und Alters in einem HARTING Werk sind mit der MICA® an IBM Watson IoT Platform angeschlossen. „Dank der modularen und offenen MICA® Architektur ist es einfach, Maschinen an leistungsfähige Cloud-Lösungen anzubinden“, erläutert Dr. Jan Regtmeier. Seit Beginn der Zusammenarbeit mit IBM wurden mehrere Hundert Gigabyte an Daten zur Analyse erfasst und visualisiert. Seit Mitte Februar 2017 ist die Anwendung auch als Showcase im IBM Watson IoT Center in München zu besichtigen.  

Energiemanagement mit MICA® auch in rauen Umgebungen

Die MICA® ist aber nicht nur zur Erfassung des Energieverbrauchs für Bestandsmaschinen in der Produktion geeignet, sondern auch für das Energiemanagement in rauen Umgebungen. Das Unternehmen EPS ENERGY mit Sitz in Pforzheim bietet mit „better solutions by enerchart“ eine Lösung mit allen modernen Features, wie beispielsweise Dashboards oder Heat-Maps, um die vom Gesetzgeber vorgegebenen Rahmenbedingungen (Energie-Management nach EN 50001) zu erfüllen. EPS ENERGY hat sich daher als Anbieter ganzheitlicher Systemlösungen im Bereich Energiemanagement speziell nach EN 50001 im Markt positioniert. „Für raue Industrieumgebungen ist die MICA®Energy ideal geeignet. Bei unserer Lösung fungiert sie als Datenkonzentrator. Sie unterstützt Stromzähler und Drucksensoren bei der Erfassung aller relevanter Daten“, sagt Holger Heidenblut, Leiter Produkt- und Projektmanagement bei EPS ENERGY.

29 Mai 2017

Digital Retrofit: Wie alte Maschinen in die IT-Welt kommen

Retrofitting ist in der Industrie seit jeher ein probates Mittel, um die Nutzungsdauer von Bestandsanlagen zu verlängern. Bisher wurde Retrofit oder Aktionierung eher mit mechanischer Ertüchtigung in Verbindung gebracht. Mit Industrie 4.0 jedoch gewinnt die Nachrüstung von Maschinen und Anlagen einen neuen Schwerpunkt auf Digitalisierung.

Moderne Anforderungen mit Industrie 4.0 Bezug stellen Betriebsleiter häufig vor ein Dilemma: OEE Kennzahlenermittlung, Zustandsüberwachung, vorausschauende Wartung oder Fertigungsoptimierung machen nur wirklich unter Einbeziehung des gesamten Maschinenparks Sinn. Gleichzeitig lassen sich auf den ersten Blick nicht alle Maschinen und Anlagen ohne weiteres an IT-Systeme anbinden. Dabei muss es sich nicht nur um autarke Anlagen handeln, die wenig bis gar nicht automatisiert sind. Proprietäre oder veraltete Feldbus-Protokolle können eine weitere Hürde für Digitalisierungsprojekte sein. Wie das schwächste Glied einer (digitalen) Kette können solche Maschinen und Anlagen Wünsche nach einer annähernd „smarten Factory“ schon im Ansatz zunichte machen.

Ersatzbeschaffung oder Retrofit?

Nahe liegend wäre eine Ersatzbeschaffung. Selbst wenn das betroffene Anlagevermögen im betriebswirtschaftlichen Sinne bereits abgeschrieben ist, spielen bei der Entscheidung für eine Ersatzbeschaffung natürlich viele Faktoren eine Rolle, wie

  • Allgemeinzustand der Anlage,
  • voraussichtliche/gewünschte Restnutzungsdauer,
  • Systemrelevanz,
  • Anteil am Wertschöpfungsprozess sowie
  • Produktionskapazität und –Qualität.

Wie so oft sind Investitionskosten einer der entscheidenden Faktoren für oder wider eine Ersatzbeschaffung. Was bei einzelnen Maschinen noch vertretbar wäre, macht bei der Hälfte des Gesamt-Anlagenbestand keinen Sinn.

Ist nur ein Industrie 4.0 Konzept der Hintergrund, ist ein Digital-Retrofit in jedem Fall kostengünstiger und mit weniger Risiko verbunden.

Digital-Retrofitting geht immer

Die wichtigste Erkenntnis zuerst: Ein digitaler Retrofit ist immer möglich, ob es sich nun um eine 100 Jahre alte Dampfmaschine oder eine zehn Jahre alte Fräsmaschine handelt. Der Aufwand und die Herangehensweise sind natürlich unterschiedlich, z.B. inwieweit neue Sensorik an die Maschine installiert werden muss oder ob bestehende Datenquellen genutzt werden können. Wichtig ist, dass neue Digital-Technik nichtinvasiv für die bestehende Steuerungstechnik ist. Dadurch bleiben programmierte Abläufe unangetastet und Risiko sowie Aufwand sind deutlich geringer. „Never change a running system“ ist ein gängiges Credo auch bei SPS-Programmierern, die nicht selten Herzrasen bekommen, werden „Cloud“ und „SPS“ in einem Satz genannt.

Die Vorteile von OPC UA als Austauschformat

Die Steuerung wird also nicht mit neuen Funktionen umgeschrieben, sondern wird als Datenquelle „angezapft“. Über Schnittstellen können die Daten mit ergänzender Hardware, die idealerweise verschiedenste Protokolle interpretieren können, abgegriffen werden. Denn selbst innerhalb eines Betriebes sind verschiedene Automatisierungs-Protokolle keine Seltenheit. Protokoll-Gateways wie die MICA von HARTING bieten hierfür geeignete Konnektivität und können gesammelte Daten nahezu jeglicher Herkunft in intermediäre Formate wie JSON oder OPC UA übersetzen. Insbesondere das offene Austauschformat OPC UA bietet viele Vorteile; das M2M-Kommunikationsprotokoll hat sich mittlerweile als Standard etabliert und erfährt breite Unterstützung durch Branchenverbände wie dem VDMA und Cloud-Diensten wie Microsoft Azure.

Condition Monitoring von der Dampfmaschine bis zum 3D Drucker

Von Industrie 1.0 zu Industrie 4.0 mit MICA als IoT Gateway
Der Zustand einer Dampfmaschine wird mittels Sensoren, MICA und mobilem Dashboard überwacht.

Ist keine Steuerungstechnik verfügbar, können Messwerte mittels neu installierter Sensoren Auskunft über den Zustand der Maschine geben. Bei dem Beispiel der Dampfmaschine könnten das z.B. Kesseldruck und Temperatur sein. Mutmaßlich gibt es diese Messwerte schon so lange wie es Dampfmaschinen gibt, anhand Thermometer und Manometer. Und auch eine Zustandsüberwachung gab es seit den ersten Tagen: Wenn die ersten Nieten aus dem Kessel fliegen, ist der Druck zu hoch, wusste der erfahrende Maschinenführer.

Und genau hier liegt der Vorteil des digitalen Retrofits: Die Performance des gesamten Maschinenparks, unabhängig von Alter, Herkunft und Protokollsprache, wenn überhaupt vorhanden, lässt sich einheitlich visualisieren, analysieren und bewerten. Das heißt, Betriebsleiter können praktisch von überall alle Maschinen und Anlagen in einer Produktionseinheit mit ein und denselben Dashboards und Kennzahlen überwachen und analysieren. Eine eindrucksvoller Show Case gelang Timo Seggelmann von SALT AND PEPPER Software auf der Hannover Messe 2017. Das unter anderem auf digitalen Retrofit spezialisierte Unternehmen präsentierte, wie ein 3D-Drucker und eben jene Dampfmaschine im gleichen Dashboard überwacht werden können. In beiden Fällen diente MICA als lokaler Datensammler und Gateway zum zentralen IT-System.

23 Mai 2017

MICA.network Partnertreffen 2017

Wir freuen uns immer noch über die großartige Resonanz zum MICA.network Treffen am Abend des ersten Hannover Messe Tages. Tolle Gespräche, leckeres Essen und über 70 nette Gesprächspartner haben den richtigen Start für eine erfolgreiche Messe gelegt. Viele haben die Gelegenheit genutzt um sich untereinander auszutauschen, alte Beziehungen wieder aufleben zu lassen und neue Kontakte aufzubauen. Die richtigen Worte fand Special Guest und Technologieanalyst Ulrich Sendler, der in einer kurzweiligen Dinner-Speech die Geschichte der Industrialisierung und Digitalisierung gekonnt mit der Demokratie zu verbinden wusste.

 

31 Mrz 2017

MICA.network wächst und zeigt reale I4.0 Anwendungen

Auf der diesjährigen Hannover Messe zelebriert das MICA.network sein einjähriges Bestehen und öffnet sich für weitere interessierte Unternehmen aus dem Inland und Ausland. Auf der weltgrößten Industriemesse präsentiert die Anwender Community rund um das Computing System MICA von HARTING zudem Lösungen in den Bereichen Energie-Management, Condition Monitoring und Predictive Maintenance.

Das Netzwerk hat seit der Gründung nach der Hannover Messe 2016 bereits einen beachtlichen Zulauf erfahren und zählt heute 20 Unternehmen aus den Bereichen IT-Systemintegration, Hard- und Softwareentwicklung und -Vertrieb sowie IIoT Lösungsanbietern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das MICA.network dient den teilnehmenden Unternehmen zum Erfahrungsaustausch, zur Kooperation bei komplexen Aufgabenstellungen als auch zur Darstellung eigener Lösungen unter Verwendung der MICA. „Diese Art der Kooperation ist sehr wertvoll für alle beteiligten Unternehmen und Kunden, können so doch die besten Kompetenzen individuell für jeden Einzelfall zusammengeführt werden“, freut sich Stefan Olding, Geschäftsführer von HARTING Deutschland über diese gute Resonanz und kündigt den weiteren Ausbau an. „HARTING führt derzeit Gespräche mit zahlreichen weiteren interessierten Unternehmen in Deutschland und darüber hinaus“, so Olding. Für den weiteren Ausbau und Intensivierung der Partnerschaften lädt HARTING alle beteiligten und interessierten Unternehmen am ersten Tag der Hannover Messe zu einer gemeinsamen Abendveranstaltung ein. 

Sensordaten und „Digitaler Zwilling“ als Basis einer Zustandsüberwachung

Von derzeit 25 konkreten Anwendungen aus dem MICA Netzwerk werden einige auf dem HARTING Stand in Halle 11 live zu sehen sein. Neben dem Energie-Management bilden Anwendungen im Bereich Condition Monitoring einen Themenschwerpunkt, also die Zustandsüberwachung auf Basis von Sensordaten und der Abbildung von Maschinen als „Digitaler Zwilling“. Gerade in diesem Bereich schätzen MICA.network Partnerunternehmen die Robustheit der MICA mit Schutzart IP67. „Damit können wir Daten im Feld auf einfachste Weise und ohne örtliche Einschränkungen aufnehmen“, erklärt Guido Kaupmann, Geschäftsführer

Mit MICA als LoRa Base Station von Com Tac lassen sich Sensordaten drahtlos über große Distanzen auslesen

von SDI Innovation, eines der ausstellenden Unternehmen. SDI berät Kunden bei der Auswahl geeigneter MES Anbieter und nutzt MICA als offene Plattform zum Betrieb entsprechender Softwareapplikationen. Das Unternehmen Com-Tac geht einen Schritt weiter und hat ein Condition Monitoring über drahtlose LPN Low Power Netzwerke entwickelt. Über diese Technologie lassen sich Sensordaten drahtlos über große Distanzen auslesen. Dazu haben die Schweizer kurzerhand MICA zur LoRa Base Station umfunktioniert. Com-Tac demonstriert das live auf dem HARTING-Stand über verteilte Temperatur- und Lichtsensoren.
Auch SALT AND PEPPER baut auf die MICA Plattform für sein Condition-Monitoring-System. Als Retrofit-Lösung lässt es sich in bereits bestehende Anlagen integrieren und führt die Erfassung, Aufbereitung, Auswertung und Visualisierung von Zustandsdaten durch. Anhand dieser Zustandsdaten wird eine Einschätzung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) ermöglicht. Die Lösung präsentiert der Netzwerk-Partner der ersten Stunde auf dem HARTING-Stand in Verbindung mit einer VR (Virtual Reality) Anwendung. Nemetris ist ein weiterer innovativer Player im MICA.network, der MICA als Plattform für deren IoT Framework nutzt. Mit Nemetris Smart Industry Apps auf der MICA werden Daten dort, wo sie entstehen aufgenommen, verarbeitet und in einem Dashboard visualisiert.

 

Unvorhergesehene Fehler vorhersagen bevor die Anlage steht

ein Smartes Konfigurationsmanagement für Bestandsmaschinen und mobile Bedienungsmöglichkeiten für Maschinen und Anlagen stellt Assystem Germany im MICA.network mit ihrem Industrie 4.0 Demonstrator vor

Wer den Zustand einer Maschine nicht nur visualisieren, sondern vorhersagen will, kommt um Cloud-basierte Anwendungen nicht vorbei. Zu diesem Zweck demonstriert das Unternehmen Assystem Germany, wie Prozessdaten vom Feldbus mit Hilfe der MICA in die Microsoft Azure Cloud übertragen werden. „In Azure Machine Learning wird das normale, fehlerfreie Verhalten der Anlage gelernt um auf Basis dieser Informationen den Anlagenbetrieb fortlaufend zu überwachen, Trends sowie Abweichungen zu erkennen und letztendlich den Bediener geeignet zu benachrichtigen“, erklärt Benno Lüdicke, Team Manager Smart Factory Solutions  bei Assystem die Funktion der Live-Anwendung. Auch der Netzwerk-Partner Akquinet demonstriert am Stand am Beispiel einer Temperaturüberwachung wie Sensordaten und Cloud-basierte Dienste zusammenwirken, um Remote-Überwachung und eine vorrausschauende Wartung zu realisieren. Dabei schätzen Netzwerkpartner und Kunden die Offenheit der MICA für eine freie Auswahl präferierter Cloud-Betreiber. Neben den verschiedenen Cloud-Anwendungen mit MICA auf dem HARTING-Stand können interessierte Besucher weitere MICA-Applikationen in Halle 7 bei Microsoft und T-Systems sowie auf dem Freigelände am Stand von AWS (Amazon) entdecken.

 

IT Sicherheit ist ein zentrales Thema

Dass das Thema Cloud von vielen Kunden mit IT-Sicherheit in Verbindung gebracht wird haben auch MICA.network Partner erkannt und setzen damit einen weiteren Themenschwerpunkt. „Vernetzung kann bedeuten, dass Sicherheitsfunktionen von Daten abhängen, die ein Fremdsystem liefert. Die Stabilität und Zuverlässigkeit dieser Kommunikation hat dann entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit von Systemen“, erläutert Benno Lüdicke von Assystem. Das Unternehmen erstellt für Kunden Gefährdungs- und Risikoanalysen, Fehlerbaumanalysen und bietet Maßnahmen zur Gewährleistung der funktionalen Sicherheit. Dem Schutz von Daten hat sich ebenfalls Krumedia aus Karlsruhe verschrieben und bietet eine Add-On Lösung für MICA an. Damit werden durch den Einsatz modernster Verschlüsselungstechnologien die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der zu übermittelnden Daten sichergestellt.

02 Mrz 2017

MICA zertifiziert für „Microsoft Azure for IoT“

HARTING MICA® zertifiziert für Microsoft Azure for IoT

Die HARTING MICA® ist jetzt auch für die Funktionsfähigkeit mit der Azure Cloud von Microsoft zertifiziert.

Microsoft erhebt mit der Zertifizierung einen gewissen Anspruch an Endgeräte, die mit Microsoft Azure-Diensten arbeiten. Dazu hat MICA® eine Reihe spezieller von Microsoft bereitgestellter Tests durchlaufen, um die Funktionsfähigkeit der Hardware zu evaluieren. Mit den von Microsoft validierten Ergebnissen erfüllt MICA® die Anforderungen des „Microsoft Azure Certified for IoT“ Programms. 

Das Zertifizierungs-Programm von Microsoft soll außerdem helfen, IoT-Projekte zu beschleunigen, in dem ein Set an verfügbaren Sensoren und Geräten bereitsteht, die auf Benutzerfreundlichkeit und Kompatibilität mit der Azure IoT Suite getestet worden sind.

Mit Azure stellt Microsoft eine Sammlung integrierter Clouddienste bereit, um Anwendungen über ein globales Netzwerk aus Rechenzentren zu erstellen, bereitzustellen und zu verwalten. Als zweitgrößter Cloud-Service ist Microsoft Azure in zahlreichen europäischen Ländern mit Rechenzentren vertreten und bietet eine spezielle Datenschutzverordnung für deutsche Rechenzentren an. 

28 Feb 2017

logi.cals und SDI Innovation auf der Embedded World

Der mit dem HERMES Award 2016 ausgezeichnete Edge Computer MICA® ist das Highlight auf dem HARTING Stand (3A-332) der Embedded World vom 14. – 16. März 2017 in Nürnberg. Mit dessen neuer EtherCAT-Platine lassen sich Daten direkt aus industriellen Produktionsnetzwerken abgreifen, vorverarbeiten und über verschiedene Standardprotokolle wie OPC-UA oder MQTT an IT-Systeme weiterleiten. Durch das modulare Hardware-Konzept, das individuelle Funktionsplatinen erlaubt, bleiben die anderen Vorteile der MICA, wie Schutzart IP67, industrietaugliche Steckverbinder und Erfüllung wichtiger Industrienormen, erhalten.

MICA als Soft-SPS mit Schutzart IP67

Mit logi.cals und SDI Innovation präsentieren zudem zwei Unternehmen aus dem MICA.network, der Anwender-Community rund um die MICA, komplexe Lösungen mit MICA auf dem HARTING Stand. logi.cals, Anbieter innovativer Engineering-Software für Automatisierungstechniker, stellt mit logi.CAD 3 eine kostenfreie Soft-SPS Basissoftware für MICA zur Verfügung. Damit lässt sich der Mini-PC als Soft-SPS in Umgebungen einsetzen, die Schutzart IP67 erfordern.

Das Unternehmen SDI Innovation präsentiert seine Kompetenz im Bereich der Maschinenparkoptimierung auf Basis einer intelligenten Vernetzung durch ein dezentrales MICA Netz. Dabei werden Anwendungstools für die Messung der Gesamtanlageneffizienz (OEE) sowie Wartungsaufgaben (TPM) auf der MICA installiert. Abgerundet wird das Angebot zusätzlich mit einem modernen Service für den Maschinenpark. Dieser beinhaltet neben Inspektion, Wartung und Instandhaltung auch das Ersatzteilmanagement.

21 Nov 2016

MICA mit EtherCAT-Konnektivität

Auf der Messe SPS IPC Drives (22. bis 24. November 2016 in Nürnberg) stellt HARTING (Halle 10 / Stand 140) die MICA mit EtherCAT-Konnektivität vor.

Damit lassen sich Daten über zwei M8-Steckverbinder direkt aus industriellen Produktionsnetzwerken abgreifen, vorverarbeiten und über verschiedene Standardprotokolle wie OPC-UA oder MQTT an übergeordnete Systeme oder Cloud-Anwendungen weiterleiten.
Durch die Realisierung der EtherCAT-Funktionalität als internes MICA-Funktionsmodul bleiben die anderen Vorteile der MICA, wie Schutzart IP67, industrietaugliche Steckverbinder und Erfüllung wichtiger Industrienormen, erhalten. Die ersten EtherCAT-Serienmodelle der MICA werden Anfang 2017 erhältlich sein.